ÜBER UNS

Andreas Groß
Menschen miteinander in Verbindung zu bringen, festgefahrenes Denken in Bewegung zu bringen, Netzwerke aus unterschiedlichen Disziplinen zu bilden, Zukunftsthemen zu gestalten gilt die Passion von Andreas Groß; Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaften; Dipl.-Betriebswirt. – Unternehmensentwickler und Kulturmanager, berät namhafte Unternehmen und Institutionen in Fragen der strategischen Positionierung und Kommunikation.
1985 Gründer und Herausgeber des Kulturmagazins LIVING; 1994 Gründungsgeschäftsführer der Weltausstellungsgesellschaft EXPO 2000 Hannover GmbH; 2000 Programmchef Rotonda Business-Club, bis 2015 geschäftsführender Gesellschafter; ab 2003 Mitbegründer und Programmleiter des KAP Forums für Architektur & Stadtentwicklung in Köln (heute Köln / Hamburg / München / Berlin – seit 2018 gemeinsam mit Dr. Oliver Herwig, München); 2015 gemeinsam mit Klaus Burmeister Initiator des KAP_LABs Labor für urbane Zukünfte, Köln; 2015 gemeinsam mit Inken Herzig Büro für Architektur und Kommunikation, Köln; – Initiator von RheinDesign 2007; Wirtschaftsbotschafter der Stadt Köln; Veröffentlichungen u.a. DIE KULTUR AG. Neue Allianzen zwischen Wirtschaft und Kultur, Hanser-Verlag; LIVING AT WORK. Trendbuch Leben und Arbeiten in der Zukunft, Hanser-Verlag; Kuratoriumsmitgliedschaften: OFW / World Business Dialogue an der Universität zu Köln; Europäische Musikakademie Montepulciano / Hochschule für Musik Köln.

Tobias Groß
Tobias Groß wurde 1976 in Braunschweig geboren, ist verheiratet, Vater zweier Kinder. Von 1997 bis 2002 Studium an der FH Köln, Fachbereich Design, Abschluss Diplom Designer. Auszeichnung der Diplomarbeit mit dem ersten Platz des First Move Design Award, Messe Frankfurt a.M. Anstellung bei diversen Designagenturen, u.a. 2003 frog design Kalifornien, Sunnyvale, Brand Department. 2004 Gründung des eigenen interdisziplinären Designbüros großgestalten Kommunikationsdesign in Köln, 2018 Gründung des „Studio für Gestaltung“, Köln. Arbeitet bis heute für zahlreiche namhafte Kunden im Kontext Architektur, Design, Kunst und Kultur. Seit 2012 Dozent für Informationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln.

KAP-Botschafter
Klaus Burmeister
Politologe, Foresight-Experte, Autor und Keynote Speaker
Der gelernte Starkstromelektriker war nach seinem Studium der Politologie erst an der Freien Universität Berlin beschäftigt, dann am IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin und ab 1990 hat er das Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ) in Gelsenkirchen mit aufgebaut. 1997 gründete er Z_punkt The Foresight Company, die heute zu den führenden Unternehmen für strategische Zukunftsberatung und Corporate Foresight zählt. 2014 rief er das foresightlab ins Leben, das er leitet. Ab 2016 war er Geschäftsführer und ab April 2019 ist er Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „D2030 – Deutschland neu denken.
Seit drei Jahrzehnten beschäftigt er sich intensiv mit den sich wandelnden Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Prozess der digitalen Transformation, technologische Disruptionen und gesellschaftliche Umbrüche sowie die aktive Mitgestaltung notwendiger Übergänge sind Leitthemen seiner Arbeit. Was dazu benötigt wird, ist ein Verständnis für systemische Zusammenhänge, vernetztes Denken, neue Lern- und Kooperationsformen, die Bereitschaft zum experimentellen Handeln sowie Visionen für eine zukunftsresiliente Gestaltung der Gegenwart.

KAP-Botschafter
Achim Nagel
Dipl.-Ing Architekt, Gründer und Gesellschfter von PRIMUS developments in Hamburg, gehört zu den Mitinitiatoren des KAP Forums, dem er sich bis heute freundschaftlich verbunden fühlt.
Das KAP-Forum war vor mehr als 20 Jahren eine der ersten Plattformen, die sich der ganzheitlichen Betrachtung von Schwerpunktthemen aus Architektur und Städtebau widmete.
Inzwischen ist nichts mehr so, wie es damals war und auch mein Denken hat sich radikal geändert.
Der Ressourcenverbrauch und der große Aufwand, mit dem die nach deutschen Standards gebauten Häuser betrieben und erhalten werden müssen, will ich nicht mehr verantworten.
Wir planen und bauen deshalb unsere Gebäude inzwischen nur noch als Holzhybridkonstruktionen und verfolgen ausschließlich Low- und No Tech-Konzepte.
Des Weiteren haben wir uns entschieden, unsere Gebäude wieder nach verständlichen Standards zu planen und zu bauen und nehmen unsere Planungs- und Baupartner in die Pflicht uns von Überdimensionierungen und sonstigem Klimbim zu schützen.
Das ist ein dickes Brett, aber es geht hier nicht nur um Architektur oder die sogenannte Qualität des Bauens, sondern um die Frage, ob wir es als Gesellschafft schaffen, das Wohnen in der Stadt und auch die Bildung von Eigentum für die zu ermöglichen, die unser Zusammenleben bereichern und die Wirtschaft am Laufen halten.
KAP Forum: Dialoge ermöglichen – Zukunft gestalten!
„Erst prägt der Mensch die Stadt, dann prägt die Stadt den Menschen.“ (frei nach Winston Churchill)
Credo und Ausgangspunkt unseres Engagements. Wir alle sind am Bau unserer Städte beteiligt. Architektur und Stadtentwicklung sind zu wichtig, um sie den Experten zu überlassen, weil die gebaute Umwelt unsere Lebensverhältnisse grundlegend beeinflusst.
Die Weiterentwicklung unserer Städte und der gebauten Umwelt stellt uns laufend vor neue Herausforderungen. Heute sind es insbesondere Digitalisierung und Globalisierung, Mobilität und Klimawandel, Migration und Wohnungsknappheit, Quartiersentwicklung und sozialer Zusammenhalt. Themen, die alle zentral für eine lebenswerte und friedfertige Gesellschaftsentwicklung sind. Darüber zu reden und zu streiten, Lösungen zu suchen und zu handeln, aktiv an einer positiven Zukunftsentwicklung mitzuwirken – das sind wesentliche Impulse für unsere gemeinsame Arbeit im und am KAP Forum für Architektur und Stadtentwicklung.
Das KAP Forum wurde 2004 im Kölner Rheinauhafen von den KAP-Partnern und Andreas Grosz gegründet, der das Forum seither verantwortlich leitet. Federführend beteiligt waren die Architekten Michael Zimmermann und Achim Nagel (KAP-Botschafter), die auch für den ersten Neubau, das KAP am Südkai, im Rheinauhafen-Komplex verantwortlich zeichneten. Der Umbau des einstigen Kölner Hafens auf der linken Rheinseite in einen Stadtteil für Wohnen und Gewerbe auf rund zwei Kilometern war zu der Zeit eine der größten Baustellen Europas und Ausgangspunkt für eine grundlegende Debatte über den Umbau Kölns und die Zukunft der europäischen Stadt.
Auch wenn die Domstadt – und hier besonders die Planungsdezernenten Bernd Streitberger sowie Franz-Josef Höing – von Anbeginn im Boot waren, blieb Organisation und Planung unserer Arbeit Eigeninitiative. Finanziell möglich wurde diese durch die Partnerschaft mit namhaften architekturbezogenen und designaffinen Unternehmen aus der Bauzuliefererindustrie. Gründungsmitglieder waren Alape, Carpet Concept, Dornbracht, Gira, Wilkhahn, Zumtobel und die BASF mit ihrer Bauforschung, die sich über viele Jahre finanziell und ideell engagierten. Eine Verbindung von Kultur und Wirtschaft, die in dieser Form und Kontinuität fast Modellcharakter hat.
Aus der zunächst temporär angelegten Architektur- und Stadtbauinitiative entwickelte sich über die Jahre ein bundesweit agierendes Forum. Rund 400 Veranstaltungen zu Architektur, Design, Städtebau; Ausstellungen wie „Convertible City“, die Nachnutzung des deutschen Beitrags zur Architekturbiennale Venedig mit Grüntuch Ernst Architekten; das Architektur- und Designfestival Rheindesign, kuratiert von Inken Herzig, mit über 50.000 Besuchern; oder die Reihe „Architektur aus Flandern und Brüssel“, kuratiert von Christof Grafe, ließen das KAP Forum rasch über die Grenzen des Rheinlands wachsen. Eine Erfolgsgeschichte, die so nicht zu planen war. Von Anfang an war es Ziel, alle am Baugeschehen Beteiligten anzusprechen und einzuladen. Das war längst nicht selbstverständlich: Architekten, Investoren, Projekt- und Immobilienentwickler, Bau- und Bauzuliefererindustrie sowie die städtischen Planungsämter waren jeweils in ihren eigenen Welten und Verbänden unterwegs. Architektur und Stadtentwicklung waren kein großes öffentliches Thema. Im Fernsehen? Talkshows zu allen möglichen Themen, Kochen, Hund & Katz – für alle Lebenslagen. Architektur, Bauen, Stadtentwicklung – Fehlanzeige. Versuche, dies zu ändern, stießen auf Granit. Kein Interesse, weder beim Sender noch beim Publikum, so hieß es bei beharrlichem Nachfassen. Schnittstellen bzw. Kommunikationsplattformen waren Anfang der 2000er Jahre eher die Ausnahme. Das KAP Forum stieß in diese Lücke, baute Brücken zwischen den unterschiedlichen Bereichen.
Leitfäden des Programms waren Veranstaltungsreihen, die zentrale Fragen aus Architektur und Stadtentwicklung nachzeichneten. Hervorzuheben ist die Reihe „Zur Zukunft der Europäischen Stadt“, zu der Stadtplaner und Architekten aus europäischen Städten zu ihren Visionen und zentralen Projekten eingeladen wurden. Eine Art Benchmarking, das den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus öffnete und das Lernen vom Anderen ermöglichte. Partnerschaften, Kooperationen, der Austausch mit- und untereinander – nichts blieb dem Zufall überlassen.
Prägender Bestandteil des KAP Forums war von Anbeginn Tobias Groß mit seinem Kölner Studio für Gestaltung (www.studio.cologne). Der Erfolg des Forums wäre ohne seine prägnante gestalterische Handschrift und jene seines Teams unvorstellbar. Ein wahres Kunstfeuerwerk waren die großformatigen Einladungskarten, die allein schon Lust auf mehr machten und die Pinboards vieler Büros zierten. Der Web-Auftritt, das KAP-Magazin, das markante Logo – all dies verband sich mit dem Programm zu einer unverwechselbaren Marke.
Von 2017 bis in die Zeit von Corona war der Münchner Architektur- und Designjournalist Dr. Oliver Herwig maßgeblich an Planung und Moderation beteiligt. Eine bewegende Phase, in der das Forum weit über Köln hinaus wirkte.
Corona markierte eine Zäsur, wie bei vielen Veranstaltern. Fast zwei Jahre lang waren Live-Veranstaltungen kaum möglich. Die Folge war eine verstärkte Verlagerung ins Netz. Online-Foren – vor allem der KAP-Newsletter – bestimmten seitdem relevante Fragen des Planens und Bauens, der Architektur-, Stadt- und Gesellschaftsentwicklung. Ein grundlegender Wandel unseres Auftritts, doch keineswegs ein Rückzug: Der Radius hat sich online deutlich erweitert und reicht heute weit über den deutschsprachigen Raum hinaus. Das Engagement wurde moderat budgetiert und arbeitet heute überwiegend ehrenamtlich.
Mit Gerhard G. Feldmeyer verstärkt seit 2025 ein international erfahrener Architekt das Team. Nach 33 Jahren HPP Architekten, davon über 20 Jahre in der Gesamtleitung trat er nach seinem vertragsgemäßen Ausscheiden Ende 2022 nicht in den Ruhestand, sondern ist seither als Botschafter der Madaster Foundation und im Bereich, Real Estate Product Innovation‘ für die Landmarken Gruppe aktiv. Das Publizieren und Kommunizieren von relevanten Themen des Planens und Bauens hat ihn sein ganzes Berufsleben begleitet. Das ehrenamtliche Engagement für das KAP-Forum, in diesen transformatorischen Zeiten, somit mehr als eine Herzensangelegenheit.
Über mehr als zwei Jahrzehnte hat sich unsere Arbeit grundlegend gewandelt: vom festen Köln-Forum im Rheinauhafen hin zu bundesweitem Engagement an wechselnden Orten, schließlich zur Corona-Agenda, die uns ins Virtuelle führte. Wie ein Spiegel unserer Zeit.
Heute erreichen unsere Beiträge und Themenzyklen – die sich mit fundamentalen Fragen aus Architektur, Stadtentwicklung, Planen und Bauen befassen – über einen ausdifferenzierten, in Jahrzehnten gewachsenen E-Mail-Verteiler sowie über Netzwerkpartner rd. 50.000 Köpfe aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ein interdisziplinärer Kreis, der weiterwächst.
Die Themen gehen uns nicht aus!
Andreas Grosz, Frühjahr 2026