Dienstag, 23.02.2016, 19 Uhr
BAUEN 4.0: WELCHE ARCHITEKTUR BRAUCHT DIE ARBEITSWELT VON MORGEN?
Architektur- und Immobilienseminar

AKNW Anerkennung
Anerkennung als Fortbildung durch die AKNW mit 4 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten.

Teilnahmegebühr
KompaktSeminar: 
Euro 275,00, inkl. 19% MwSt. und Bewirtung

Abendveranstaltung:
Rotonda ImmobilienTreff 
Euro 45,00, inkl. 19% MwSt. und Bewirtung

Konzept & Veranstaltungsleitung
Andreas Grosz, 
KAP Forum für Architektur Technologie Design, Köln

Partner
immobilien Manager Verlag
www.immobilienmanager.de

Dienstag, 23. Februar 2016
13:00 - 19:00 Uhr
In Kalender eintragen:
iCal

Veranstaltungsort
Rotonda
Salierring 32, 50677 Köln

Welche Anforderungen stellt die Arbeitswelt der Zukunft an die Gebäude und ihre Nutzungsmöglichkeiten? Sind Immobilienwirtschaft und Architektur hinreichend auf diese Anforderungen vorbereitet?

Unsere Städte und Arbeit sind durch die Industrialisierung geprägt, was sich städtebaulich in der funktionalen Stadt spiegelte. Arbeit, Leben und Wohnen wurden strikt getrennt, eingebunden in eine Architektur, die den seriellen und hierarchischen Arbeitsbedingungen entsprach. Inzwischen hat die Digitalisierung die Bedingungen des Arbeitens und Zusammenlebens grundlegend verändert. Alte Arbeitsteilungen und hierarchisches Denken sind passé: Wir müssen lernen, über den Tellerrand der eigenen Disziplin schauen, Raum für Ideen und Austausch schaffen. Dazu brauchen wir eine Architektur, die offen und flexibel ist, auf veränderte Anforderungen reagiert und kreative und kommunikative Räume schafft (siehe Anja Osswald, www.die-denkbank.de). Die Entwicklung von Industrie 4.0 macht es zudem möglich, wieder stadtnah zu produzieren. Arbeiten, Wohnen und Leben rücken enger zusammen, ermöglichen ein Abschwellen des Pendlerverkehrs. Neue Perspektiven für Architektur & Stadtentwicklung!

Die Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Stadtplaner, Architekten, Bau- und Immobilienwirtschaft.

Ausgewiesene Experten aus Architektur, Zukunftsforschung und Immobilienwirtschaft werden mit lebendigen Beispielen und Szenarien den sich stellenden Fragen und Herausforderungen in einem Kompaktseminar (13.00–18.30 Uhr) und einer abschließenden Abenddiskussion (19.00–21.00 Uhr) im Rotonda Business-Club nachgehen.

ABLAUF
13.00 Uhr Einchecken & Mittagsimbiss
Rotonda Business-Club, Salierring 32, 50677 Köln

13.30 Uhr Einführung ins Thema
Andreas Grosz

13.45 Uhr INDUSTRIE 4.0 – NEUES ARBEITEN: Herausforderungen für die Architektur und Immobilienwirtschaft.

Dr. Anja Osswald, seit 2008 Kreativdirektorin in den Bereichen Konzeption, Wissenschaftskommunikation und Formatentwicklung bei TRIAD Berlin sowie dort seit 2015 Head of Business Development – Strategische Beratung und Geschäftsfeldentwicklung (www.triad.de). Darüber hinaus Partnerin bei Die Denkbank (www.die-denkbank.de) und Gründungsmitglied des Instituts zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums (www.i-ku.net).

Welche Anforderungen stellt die sog. Industrie 4.0 an Räume? Dabei geht es natürlich um vernetztes Arbeiten, um Computer, um das Internet der Dinge und die Verschmelzung von realer und virtueller Welt. Aber nicht nur im Sinne einer digitalen, sondern einer mentalen, kommunikativen, kulturellen Vernetzung. Wir müssen lernen, anders zusammenzuarbeiten. Über den Tellerrand der eigenen Disziplin zu schauen, Ideen aus anderen Bereichen aufzunehmen, sich inspirieren zu lassen und Inspirationen weiterzugeben. Dazu brauchen wir eine Architektur, die genau das befördert.

14.15 Uhr CAMPUS STATT GEBÄUDE: Sind Architektur und Immobilienwirtschaft auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereitet?
Caspar Schmitz-Morkramer, Geschäftsf. Gesellschafter, msm meyer schmitz-morkramer rhein gmbh, Köln

Arbeiten 4.0, Smart City, E-Mobility, Open Data, Freie Netze: die Digitalisierung unseres Alltags schreitet voran. Das trifft ganz besonders unsere urbane Lebenswelt. Der Architekt Caspar Schmitz-Morkramer verweist auf einen zentralen Trend: Die Neudefinition von Gebäuden. Muss, was ein Bürogebäude ist und was es können muss, künftig neu gedacht werden? Viele der aktuellen Trends, etwa im Bereich neue Arbeitswelten, kommen aus den USA zu uns. Caspar Schmitz-Morkramer brach 2014 zu einer »dot-com-Tour« auf, um sich hautnah zu informieren. Das Ziel: Die boomende Startup-Szene rund um Facebook, Airbnb, Google & Co. An der Westküste der USA in San Francisco, Silicon Valley und Silicon Beach ist CSM in die einzigartige und faszinierende neue Arbeitswelt eingetaucht.

14.45 Uhr ZUKUNFT DER ARBEITSWELTEN: Wie die Digitalisierung die Immobilienentwicklung herausfordert.
Prof. Dr. Elmar Schütz, Leiter Projektentwicklung, aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Region Mitte, Eschborn

Digitalisierung und andere verstärkende Trends verändern stark die Art, wie wir zusammen leben und arbeiten. Geschäftsmodelle kommen und gehen. Unternehmen wachsen und schrumpfen. Alle arbeiten immer vernetzter. Die in den Arbeitsmarkt drängende junge Generation (Generation Y) hat das schon verinnerlicht und stellt neue Ansprüche. Daraus ergeben sich Konsequenzen, wie Immobilien in Zukunft entwickelt und gemanagt werden müssen. Einerseits ergibt sich der Preis nicht mehr (nur) aus vermieteten oder verkauften Quadratmeter unter Berücksichtigung von Lage und Ausstattung. Zum anderen wird von den Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität verlangt. Aurelis reagiert in ihren Projekten HAMMERWERK, Band-X, Modul und anderen darauf mit neuen Ansätzen.

15.15 Uhr Kreative Kaffeepause

15.45 Uhr CAMPUS DER IDEEN: Die neue Balan in München.
Maximilian Frhr. von der Leyen, Vorstand, Allgemeine SÜDBODEN Grundbesitz AG, Grünwald/ München

Seit 2007 entwickelt die Allgemeine SÜDBODEN eines der interessantesten Büro- und Gewerbezentren in München – die »neue balan«. Der ehemalige Infineon-Produktionsstandort an der Balanstraße 73 wird zu einem „Campus der Ideen“ umgewidmet, der mit seiner spannenden Gesamtkonzeption den Arbeitswelten der Zukunft Rechnung tragen soll. So entsteht auf dem insgesamt 84.000 Quadratmeter großen Grundstück ein besonderer Gewerbestandort, ein heterogener Raum aus loftartigen Büros, multifunktionalen Werkstätten sowie modernen Service- und Produktionsflächen. Ein zentrales Kriterium bei der Restrukturierung der »neuen balan« war und ist der Zufall: Anders als konstruierte Bürokomplexe wird die »neue balan« von ihren Mietern geformt und mit Leben erfüllt. Unterstützt wird diese Eigendynamik durch zielgerichtete infrastrukturelle Maßnahmen, die helfen, Arbeit und Leben zusammenzuführen. Daneben wurden soziale Nutzungen von Anfang an in die Planungen mit einbezogen.

16.45 Uhr REURBANISIERUNG: Neue Industrien für die Stadt.
Martin Czaja, Vorstand Asset- und Portfolio Management der Beos AG, Berlin

Die BEOS AG entwickelt und bewirtschaftet gemischt-genutzte Gewerbeobjekte aus den Bereichen Büro, Produktion, Service und Logistik. Dabei hat sich das Unternehmen eine hohe Expertise in der systematischen Umnutzung vorhandener Industrie- und Gewerbebrachen erarbeitet. Das Carlswerk in Köln auf einer Fläche von von ca. 126.000m² mit über 20 Gebäuden aus über 100 Jahren Bauzeit mag als ein Beleg für diese Entwicklungsarbeit – Revitalisierung & Refurbishment – stehen. Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 fordert Beos-Vorstand Martin Czaja ein neues Verständnis von Stadt plus Industrie und eine Aufhebung der überkommenen städtebaulichen Trennungen in die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Freizeit.

17.15 Uhr KÖLN AUF WACHSTUMSKURS: Was plant die Rheinmetropole?
Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln

Köln hat sich viel vorgenommen. Besonders drei Großprojekte stehen im Fokus der Diskussionen: rechtsrheinisch, auf dem Gelände Mülheim-Süd, soll aus Industriebrachen rund um den Mülheimer Hafen ein moderner vielfältiger Standort mit Wohnen, Arbeiten und Freizeit entstehen. Ähnliches ist für den Deutzer Hafen geplant und bei den Visionen für die Parkstadt Süd, das linksrheinisch gelegene Gelände zwischen Rhein und Großmarkt, wird gar von einer »Jahrhundertaufgabe« gesprochen.

18.00 – 18.30 Uhr Abschlussrunde und Resümee

19.00 Uhr
KÖLNER ARCHITEKTUR- UND IMMOBILIENTREFF
in der Rotonda

BAUEN 4.0: Welche Architektur braucht die Arbeitswelt von morgen?

PODUIMSGESPRÄCH MIT
Franz-Josef Höing
, Martin Czaja, Maximilian Frhr. von der Leyen, Caspar Schmitz-Morkramer und Prof. Dr. Elmar Schütz

MODERATION
Andreas Grosz und Christof Hardebusch, Chefredaktion und Verlagsleitung Immobilien Manager Verlag, Köln