Zukunftswerkstatt

Architektur

Zukunftswerkstatt

Bild: tobeys, photocase /com


„Ungewöhnlich aber hoch wirksam“ – Nachlese zum Workshop Zukunftswerkstatt Architektur

Voneinander wissen, miteinander profitieren – Erfahrungsaustausch und Feedback zu unternehmerischen Fragen ist für Architekten nicht gerade an der Tagesordnung. Daher war der Workshop am 23.Februar im KAP Forum ein Experiment. Denn oft hört man unter Planern den Vorbehalt: „Ich mache doch nicht meine Konkurrenz schlau.“ Allerdings gibt es in vielen Branchen den organisierten und moderierten Austausch über Unternehmensstrategien. Also lohnte der Versuch. Und tatsächlich: Es fand sich eine Gruppe engagierter Inhaber, Geschäftsführer und Büropartner. Jede(r) schon einige Zeit im Geschäft und gerade deshalb neugierig darauf, sich weiterzuentwickeln.

„Versammelte Kompetenz in einer selbstverständlich konstruktiven Atmosphäre, sehr praxisbezogen und logische Schritte am konkreten Fall. Besonders spannend das Typologisierungsmodell: Wer sind wohl meine Innovationsträger im Büro und mit welchen Kunden komme ich wohl am Besten voran?“ Norbert Post, Post Welters Architekten & Stadtplaner, Dortmund

Innovation war die Leitlinie der Veranstaltung, ausdrücklich nicht theoretisch, sondern auf die konkrete Umsetzung im Berufsalltag fokussiert. Daher waren „Aufstellung und Strategische Kommunikation“ sowie „Projektmanagement und Qualitätssicherung“ als Innovationsthemen ausgewählt worden. Zu Beiden wurden methodische Bausteine vorgestellt, wie die klassische und doch stets aktuelle „SWOT-Analyse“ sowie „Delphinstrategien und Regelprozess“. In kurzen Workshopeinheiten konnte deren Handhabung getestet werden.

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Im Planerforum gaben zwei Erfahrungsberichte „hautnah“ Einblicke in zwei unterschiedliche Zukunftswerkstätten.

Die Beispiele direkt aus erster Hand waren für mich extrem hilfreich. Ich kann so Prozesse besser nachvollziehen und Maßnahmen für unser Vorgehen ableiten.“ Bibiana Zapf, GATERMANN + SCHOSSIG Architekten Generalplaner, Köln

Fall 1: „Das A und C des Planerberufs – neue Märkte erschließen“
Das Büro JANSEN MENN AC Architects Consultants, Düsseldorf, führt seit drei Jahren neben der Architektur das Consulting im Namen. Schon das Signet weißt auf ein Portfolio hin, das klassische Architekturleistungen mit modernen Beratungs- und Managementangeboten verbindet. Unter dem Label „urban aqua® waterfront development“ erfüllen die Architekten spezialisierte Leistungen für Lebensräume am Wasser.

„Die klare Formulierung unseres Leistungsportfolios schafft Präzision in unserem Auftreten und überzeugt Kunden. Durch unsere sichtbaren Kompetenzen und deren besonderen Nutzen gerade in den Leistungsphasen 0, 1 und 9 erreichen wir neue Zielgruppen und Märkte, wie zum Beispiel den Health Care Markt.“ Stephan Menn.

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„Ich war erstaunt über die selbstkritische Offenheit der Referenten – und auch einiger Teilnehmer. Offenbar haben viele Architekten ähnliche Hindernisse zu bewältigen auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Berufsbild. Das hat mir Mut gemacht, mein Selbstverständnis und unsere Arbeitsweise zu ändern.“ Alexander Rocho, ROCHO ARCHITEKTEN, Wuppertal

Fall 2: „Wachstum verpflichtet – Qualität durch starke Teams“
Gartenschauen in Koblenz und Hamburg sowie andere Wettbewerbsgewinne haben dem Büro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, Köln, Hamburg, ein schnelles Wachstum beschert. Um den eigenen Anspruch zu halten und auch den der Bauherrn bestens zu erfüllen, wurden Strukturen und Instrumente eingeführt, die Ergebnisqualität mit Prozessqualität optimal verbinden – von der Büroleitung über die Teams bis zu den Kunden.

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„Ich möchte Qualitätssicherung durch die originären Instrumente Planwerk und Leistungsverzeichnis erreichen – ohne Bürokratisierung und Formalismus. Ausgangspunkt für die Qualitätsdefinition und unser ToDo ist die Kundensicht. Die Schnittstellen der Leistungsphasen sind für uns strategische Tore für die Planung wie auch das Controlling. Das schaffen wir, indem wir jeden Mitarbeiter stärken und konsequent einbinden.“ Stephan Lenzen

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„Für ein Traditionsunternehmen wie HPP ist es wichtig, sich immer wieder Denkanstöße zu holen. Dazu gehört die Verjüngung in der Partnerkonstellation. In dem speziellen Kreis des Workshops bekam ich wichtige Anregungen, meine Visionen fassbarer zu machen.“ Claudia Roggenkämper, Projektpartnerin HPP Hentrich-Petschnigg & Partner, Düsseldorf.


Vorschau: Die nächste „Zukunftswerkstatt Architektur“ findet am 09. November 2010 statt.

Infos und Fragen: Edgar Haupt, aufBau Marketing und Coaching, Köln, 0221-6060593, www.aufbau.biz

Fakten

Veranstalter

Edgar Haupt,
aufBau Marketing und Coaching,
Mauritiussteinweg 32, 50676 Köln,
T 0221-6060593, www.aufbau.biz