Wechselspiel …
von Licht und Schatten

von Marco Siebertz
Vorhänge gewähren Ausblicke oder verhindern Einsichten. Bei der Gestaltung dieser heiklen Zone setzen die Top-Adressen in Business und Hotellerie auf die Produkte des Schweizer Herstellers Silent Gliss.
Gäste des Hotels „Vier Jahreszeiten“ in Hamburg sind um ihre Aussicht wirklich zu beneiden. Der Blick aus den Zimmern am Neuen Jungfernstieg über die Binnenalster, zum Ballindamm gegenüber und noch weiter über die Kirchtürme der Altstadt bietet – vor allem in der Dämmerung und bei Nacht – ein hinreißendes Panorama. Die spektakulären Aussichten haben allerdings einen bisweilen unerfreulichen Nebeneffekt: Auch von außen nach innen, von der Straße ins Zimmer sind ungenierte Einblicke ohne Weiteres möglich. Die offene Sicht ermöglicht Einsicht in private Sphären, die Hotelgäste vor Dritten dann doch lieber schützen möchten. Je fremder und unvertrauter die Umgebung, desto wichtiger der Schutz dieser Privatsphäre.
Eine Barriere vor neugierigen Blicken bieten Jalousien, Plissees, Rollos, Vorhänge oder Streifenvorhänge. Im Hamburger „Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten“ haben die Innenausstatter dabei auf die Expertise von Silent Gliss gesetzt. Das Schweizer Unternehmen ist bekannt für seine hochwertigen und innovativen Lösungen im Blend- und Sonnenschutz und verfügt über langjährige Erfahrung in der Ausstattung exklusiver Hotels – etwa dem Burj al Arab in Dubai oder dem Kempinski Hotel Airport in München – oder erstklassiger Business-Adressen: Auch die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt am Main und der Messeturm in Basel profitierten von den Produkten der Schweizer Spezialisten.
Im „Vier Jahreszeiten“ lässt sich die Grenze zwischen Innen- und Außenraum mithilfe der Vorhänge frei definieren; je nach einfallendem Licht gehört das Zimmer stärker zur Innen- oder zur Außenwelt. Purer Luxus – gewiss. Aber es ist gerade diese Exklusivität, die von Hotelgästen immer mehr geschätzt wird. Erst das Zusammenspiel wertvoller Materialien, edler Interieurs und hochqualitativer Technologie führt zum gewünschten Ergebnis. „Top of the pyramid“ heißt das bei Urs Stieger. Der Geschäftsführer von Silent Gliss Deutschland weiß, dass beim Thema Luxus der ein oder andere Euro keine Rolle spielt: „Wir sind höher im Preis als viele andere, und das wird auch so bleiben“, sagt Stieger. „Unsere Kundenstruktur ist aber nicht in erster Linie preissensibel, sondern weiß Wert einzuschätzen.“ Die Schweizer liegen also voll im Trend.


Allein mit einem überzeugenden Qualitätsmanagement aber kann Luxus künftig nicht mehr befriedigt werden. In Zukunft wird es mehr denn je auch um Materialität, Farben, Texturen und damit um Emotionen gehen. Silent Gliss ist mit mehr als 50 Jahren Markterfahrung bekannt für seine zuverlässige, geräuschlose und leicht gleitende Technik – sei es beim Lamellenvorhang, Rollo oder Plissee. Neben der Haptik ist aber auch der visuelle Eindruck ein entscheidender Faktor. Warum die Stoffe für das Hotelzimmer nicht gleich selbst aussuchen? Für Andreas Mühlenbrock, Projektleiter beim Yachten-Ausstatter Metrica Interiors, ist das längst Alltag. „Fast alle unsere Kunden bringen Stoffe, die sie vorher zum Beispiel beim Shopping in Jaipur oder Venedig gefunden haben, selbst mit. Die Experten von Silent Gliss prüfen dann, ob sich diese Stoffe zum Einsatz im Sicht- oder Blendschutz eignen und integrieren sie anschließend in ihre Systeme. Das ist bei uns Normalität.“
Im Objektbereich ist Silent Gliss auf solche Wünsche bestens eingestellt. Aber auch im Fachhandel tut sich etwas. Die neueste Entwicklung des Schweizer Unternehmens zum Beispiel hat das Design der Vertikal-Lamellen radikal verändert. Zusammen mit der schwedischen Gestalterin Eva Marmbrandt entwickelten die Ingenieure von Silent Gliss eine Alternative zu den bisher ausschließlich linear geformten Lamellen. Mithilfe der Laser-Schnitttechnik konnte eine völlig neue Formensprache verwirklicht werden: „Vertical Waves“ – so der Name der ersten Serie – gibt es in drei Ausführungen, welche jeweils eine Welle in unterschiedlicher Form nachzeichnen: kantig, weich oder überschneidend. Schon unmittelbar nach der Markteinführung im Oktober 2007 war die Resonanz sehr positiv, das Interesse groß. Dieser Enthusiasmus lässt Bernd Vollmer, den Vertriebsleiter für Deutschland, bereits an die Zukunft denken: „Ein guter Start – aber wenn man bedenkt, dass die Hawaiianer 160 unterschiedliche Bezeichnungen für Wellen kennen …“ Auch Deutschland-Geschäftsführer Urs Stieger ist von dem Projekt begeistert: „Der Anklang beim Publikum ist sensationell. ‚Vertical Waves’ zeigt im Design und von der Technik her, wie eine Lösung aussehen könnte. Das sorgt für eine enorme Belebung des Marktsegments.“
Silent Gliss setzt mit „Vertical Waves“ aber nicht nur die nächste technische wie visuelle Entwicklungsstufe für den gesamten Markt. Die Einbindung moderner Lasertechnik eröffnet auch neue Möglichkeiten in Sachen automatisierter Maßanfertigung oder „Customization“. Mithilfe flexibler Produktionsverfahren wie dem Laserschneiden sind Sonderformen leichter umsetzbar. Schon jetzt lässt sich auf diese Weise praktisch jede Form herstellen. So sind zukünftig für den Objektbereich wie für den Fachhandel völlig individualisierte Designs denkbar. Vielleicht können die Hotelgäste der Zukunft sogar aus einer Auswahl an Designs für ihr Zimmer wählen – damit sie sich für die Zeit des Aufenthalts so richtig zuhause fühlen können.
Welche Trends auch kommen– Silent Gliss erfüllt eine der wichtigsten Voraussetzungen, diese frühzeitig zu erkennen: die Nähe zum Kunden. Spezialwünsche von heute sind oft die Standards von morgen – und Sonderanfertigungen sind eine der Spezialitäten des Schweizer Unternehmens. Das schafft Gespür, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und in Produkte umzuwandeln, die am Puls der Zeit sind.
